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Ambulatorien in Plassac und in Valheureux

Unsere Organisation mit 50 angestellten Haitianerinnen und Haitianern betreibt in Plassac und in Valheureux zwei Ambulatorien. Hinzu kommen zwei «Cliniques fixes» in entlegenen Gebieten – in Calvaire und in Mirault. Einer Bevölkerung von rund 50’000 Menschen können wir damit eine medizinische Grundversorgung anbieten. Die Spenden aus der Schweiz ermöglichten 2016 über 64’000 Konsultationen.

Die Maternité

Dem Ambulatorium von Plassac ist eine Geburtsstation angegliedert. 2016 wurden hier mit professioneller medizinischer Hilfe 288 Kinder geboren.

Agents de santé arbeiten im Feld

Rund 22‘000 zusätzliche Konsultationen wickelten 2016 unsere «Agents de santé» ausserhalb der Dispensaires «im Feld» ab. Schwerpunkte sind die Überwachung der Entwicklung von Kindern sowie ihre Versorgung mit Vitaminen und Impfstoffen.

Zusammenarbeit mit dem Hôpital Albert Schweitzer (HAS)

Das HAS in Deschapelles im Artibonitetal bedient als beutender Versorger eine Region mit einer Bevölkerung von mehr als 350’000 Menschen.
Patienten und Patientinnen unserer Ambulatorien, die Spital-Behandlung benötigen, werden in das HAS überwiesen.
Wir übernehmen am HAS die Kosten für eine Pädiatrie-Stelle und finanzieren ein Fortbildungsprogramm für das Personal unserer beiden Ambulatorien sowie für jenes der vier Ambulatorien des HAS.

Ecole Bethel – Schulbesuch auch für Kinder mittelloser Familien

Patinnen und Paten der 1986 gegründeten «Patenschaft Haiti» ermöglichen mit Spenden von 100 Franken pro Jahr Kindern, deren Familien die Kosten nicht bezahlen können, den Schulunterricht an der «Ecole Béthel». Neben Unterricht erhalten die Schüler mittags auch eine ausgewogene Mahlzeit.
Die Ecole Béthel unterhält drei Standorte. Ein Schulhaus steht in Deschapelles – in der Nähe des Hôpital Albert Schweitzer und der SSH-Basis.

Vor einem Jahr hatten wir die schwierige Entscheidung getroffen, keinen Spendenaufruf zu starten. Damals war die Lage vor Ort so instabil, dass unsere Infrastrukturen nur eingeschränkt
funktionierten. Dank ausreichender finanzieller Rücklagen hatten wir uns – in einem so unsicheren Zukunftskontext – entschieden, Ihre Großzügigkeit nicht zusätzlich in Anspruch zu nehmen.
Heute dauert die Krise im Artibonite-Tal an. Bewaffnete Banden kontrollieren weiterhin das Gebiet, blockieren die Bewegungen und verbreiten täglich Angst. Im vergangenen Juli erreichte
die Gewalt ihren Höhepunkt; im August verhängte die haitianische Exekutive für drei Monate den Ausnahmezustand in der Region. An der 80. Generalversammlung der UNO in New York, am 25.
September, erklärte Laurent Saint-Cyr, Mitglied des Übergangsrates: „Haiti ist ein Land im Krieg.

Ein Krieg zwischen Kriminellen, die Gewalt als soziale Ordnung aufzwingen wollen, und einer unbewaffneten Bevölkerung […]“.
Trotz dieses schwierigen Kontextes konnte unser Gesundheitszentrum in Plassac, das im August 2024 geschlossen werden musste, im vergangenen April seine Türen wieder öffnen. Diese Wiedereröffnung wurde durch den unerschütterlichen Willen unserer Teams vor Ort möglich. Mit bescheidenen Mitteln zeigen sie ein bewundernswertes Engagement und eine bemerkenswerte Findigkeit.

Ihr Einsatz verdient größten Respekt. Und wenn wir auf unser Herz hören, sagt es uns ganz klar: Wir dürfen sie nicht im Stich lassen. Diese Überzeugung hat uns dazu bewegt,
neue Wege zu suchen. Nach mehreren Monaten des Nachdenkens glauben wir nun, eine vertrauenswürdige Person vor Ort gefunden zu haben, mit der wir eine verlässliche, transparente
und regelmäßige Kommunikation aufbauen können und bei der Kontrollen fachgerecht durchgeführt werden können. Wir werden diese Lösung ein Jahr lang erproben und die Lage anschließend erneut bewerten.

Als Förderorganisation hat SSH die Pflicht, mit größter Sorgfalt zu handeln. Unsere Verantwortung ist groß: Wir müssen sicherstellen, dass jede Spende sinnvoll eingesetzt wird.

Die Vorstellung, dass Gelder auch nur teilweise in falsche Hände geraten könnten, stellt für uns ein inakzeptables Risiko dar. Wir setzen alles daran, dies zu verhindern.
Darum rufen wir – mit klarem Blick, aber voller Hoffnung – erneut zu Spenden auf. Seit 34 Jahren finanzieren wir den Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung in dieser Region.
Die Bevölkerung, die schon so schwer geprüft wird, muss weiterhin auf uns zählen können.

Danke für Ihre Treue und Ihr Vertrauen.

Mit unserer ganzen Dankbarkeit.

Endlich Nachrichten von uns! Aber was will man schon mitteilen, wenn alles von einer Woche auf die andere wenden kann. Unsere Gesundheitszentren bleiben trotzdem geöffnet. Erfahren Sie hier mehr

Das haitianische Martyrium – Nach einer vorübergehenden Schliessung unserer Gesundheitszentren konnten wir das Gesundheitszentrum in Valheureux ab dem 17. April wieder eröffnen.

In der Beilage finden Sie unseren Jahresbericht 2022. Sie können ihm neben dem aktuellen Geschehen im vergangenen Jahr einige grundsätzliche Schilderungen zu unserem Gesundheitsbetrieb in Haiti entnehmen. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

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Vor knapp drei Wochen haben sich die Niederlande bei den Nachkommen der Sklaven in ihren ehemaligen Kolonien für das Unrecht der Sklaverei entschuldigt. Chapeau!

Wie wäre es, wenn sich auch Frankreich entschuldigen würde? Es hätte deutlich mehr Anlass, dies zu tun. Aber Frankreich schweigt. Es schweigt nicht nur zur menschenverachtenden Sklavenhaltung in seiner damaligen Kolonie Saint-Domingue, dem heutigen Haiti. Es schweigt auch darüber, dass es 1803 von Haiti die horrende Summe von 150 Millionen französischen Gold-Francs erpresst hat, damit es im Gegenzug die von den Sklaven erkämpfte Unabhängigkeit anerkennt. Der Betrag entspricht dem heutigen Gegenwert von 25 Milliarden Dollar.

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Inzwischen gegen 4 Millionen Kinder nicht mehr zur Schule können. Ausserdem stehen die Spitäler in Port-au-Prince vor der Schliessung, da sie keinen Diesel mehr haben, um über Generatoren Strom zu erzeugen.

Zum Glück ist das Hôpital Albert Schweitzer in Deschapelles davon verschont, da es seit einigen Jahren dank dem Engagement und der Finanzierung durch die Schweizer Partnerschaft HAS Haiti den Strom vollständig über eigene Solaranlagen photovoltaisch erzeugt. Da auch unsere Dispensaires und die Betriebszentrale in Deschapelles mit eigenem Solarstrom versorgt werden, haben auch wir in dieser Beziehung kaum ein Problem. Andere gibt es noch genügend.

Am 17. Oktober 2022 sagte der haitianische Aussenminister Jean Victor Généus im UNO-Sicherheitsrat:

«Ich habe die schwierige Aufgabe, den Notschrei eines ganzen, leidenden Volkes vor den Sicherheitsrat zu bringen … Ich spreche im Namen der vier Millionen Kinder, die aufgrund der Bandengewalt nicht zur Schule gehen können. Ich spreche auch im Namen der vergewaltigten Frauen und Mädchen und der ermordeten Unschuldigen.»

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Für Haiti war es ein schlimmes Jahr, eines der schlimmsten überhaupt: Natur, Politik, Kriminalität, Corona und Wirtschaft zeigten sich von ihren schlechtesten Seiten. Zum Glück war unser Gesundheitsbetrieb nur am Rande davon betroffen. Er lief weitgehend im normalen Rahmen und konnte so auch 2021 rund 50’000 Menschen zu einer etwas besseren gesundheitlichen Lebensqualität verhelfen.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

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Lassen Sie sich von den Rhythmen der Voodoo-Pop-Musik des talentierten haitianischen Perkussionisten und seinen zwei Musikern mitreißen. Er braucht nur ein paar Noten für die Trommel, um seinem Publikum eine positive Energie zu vermitteln und es unwiderstehlich in Schwingung zu versetzen. Dieser Abend wird in Zusammenarbeit mit dem Café-Théâtre de La Tour de Rive durchgeführt.

Das Konzert wird in Zusammenarbeit mit dem Verein Suisse-Santé-Haïti organisiert, der seit 30 Jahren in Haiti tätig ist. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf gehen vollumfänglich an Suisse-Santé-Haïti. Zu Beginn des Konzerts wird Ihnen ein haitianisches Begrüssungs-Aperitif serviert.

Für weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des  Café-Théâtre de La Tour de Rive, La Neuveville, klicken Sie hier.

Eintrittskarten können Sie über diesen Link reservieren.

 

Samstag, 2. April 2022 um 20.30 Uhr

Café-Théatre de La Tour de Rive

Place de La Liberté, 2520 La Neuveville

30.-

Liebe Haiti-Freundinnen und -Freunde,

Einmal mehr ist Haiti von einem schweren Erdbeben betroffen. Es ist mit einer Stärke von 7,2 das neunte
schwere Erdbeben seit der Staatsgründung 1804. Die karibische Platte hat sich am 14. August um 1,5
Meter verschoben. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Toten und Verletzten in die Tausende gehen
wird, ebenso jene der Obdachlosen. Das Epizentrum liegt etwa 150 km Luftdistanz von unserem
Tätigkeitsgebiet entfernt. Bei uns sind zum Glück keine Verletzungen oder materiellen Schäden zu
beklagen.

Die aktuelle Sicherheitslage in Haiti ist – man kann es kaum anders nennen – katastrophal, so schlimm,
wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und auch der Staat selbst ist in einer nicht minder katastrophalen
Verfassung.

Mehr Infos, hier clicken

Im jeweiligen aktuellen Kontext stellen wir unseren Mitgliedern die erforderlichen Unterlagen zur Tagesordnung per Post/E-Mail zur Verfügung.

Hier haben Sie Zugang zu den für die Abstimmung benötigten Dokumenten.

Werden Sie Mitglied und oder Patin/Pate

Mitgliedschaft SSH: CHF 30.- pro Jahr (Beträge darüber hinaus können als Spende von den Steuern abgesetzt werden).

Patenschaft Ecole Béthel: CHF 100.- pro Jahr.

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Engagieren Sie sich für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im haïtianischen Artibonitetal.
Jede Spende wird praktisch zu 100% in Haiti für unsere Projekte eingesetzt. Die SSH-Mitarbeitenden in der Schweiz arbeiten ehrenamtlich.
Spenden können von den Steuern abgesetzt werden.

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